Mittelalterliche Kleinstaaterei behindert Inklusion

Die Bertelsmann-Stiftung hat gerade eine viel beachtete Studie zur Schul-Inklusion in den Bundesländern veröffentlich. Danach

  • erschweren verhindern die unterschiedlichen Förderpolitiken der Länder vergleichbare Chancen für alle Förderschüler in Deutschland,
  • nimmt die Chance auf Inklusion ab, je höher die Bildungsstufe ist und
  • geht die Exklusionsquote nur leicht zurück, weil bundesweit bei immer mehr Kindern ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt wird.

Zum ersten Punkt passt auch das Meinungsbild, das die Lausitzer Rundschau in anderem Zusammenhang gerade eingesammelt hat: Die Mehrheit der Lausitzer will ein einheitliches Bildungssystem. Ob das wohl in anderen Regionen anders aussieht?

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„Inklusion im Mittelstand“ (Fachtagung)

Fachtagung „Inklusion im Mittelstand – Neue Chancen für junge Menschen mit Behinderung und Benachteiligung“

Hamburg, Handelskammer, 15. Oktober 2014

(Quelle: f-bb) Ein inklusives Bildungssystem bedeutet den gleichberechtigten Zugang zu beruflicher Bildung für alle Menschen. Künftig sollten deshalb mehr Jugendliche mit Behinderung – aber auch andere sozial benachteiligte Gruppen – direkt nach Abschluss der allgemeinbildenden Schule den Weg in eine duale Ausbildung finden können.

Auf der Veranstaltung des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung (f-bb) werden Beispiele aus dem Entwicklungsprojekt TrialNet präsentiert – auch die Auszubildenden kommen zu Wort. Darüber hinaus stellen das Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB) und die Handelskammer Hamburg Konzepte und praktische Er­fahrungen inklusiver Berufsbildung aus dem „Hamburger Ausbildungsmodell“ und aus dem Projekt „dual & inklusiv: Berufliche Bildung in Hamburg“ vor.

Vorträge umreißen das vielfältige Spektrum der Inklusionsbemühungen in Deutschland. Darüber hinaus gibt es ein Fachgespräch mit:

  • Raimund Becker von der Bundesagentur für Arbeit,
  • Dr. Rolf Schmachtenberg vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales,
  • Philipp Hennerkes von Edeka und
  • Ingrid Körner, der Gleichstellungsbeauftragten der Hansestadt Hamburg.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei. (Anmeldung im Internet)