Endlich: verständliche Erklärung zur Stärkung der SBV

Gerade erst wurde an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass Forderungen von Nicht-­Regierungs-­Orga­nisa­tio­nen auch als solche erkennbar und nach­voll­zieh­bar sein müssen. Nun haben DGB, Sozial- und Behin­derten­ver­bände sowie die Behin­derten­beauf­tragte der Bundes­regier­ung ihre Vor­schläge für die kommende Reform der Schwer­behin­der­ten­ver­tre­tung (SBV) vor­ge­stellt. Neben erweiterten Rechten für die SBV – wie in der Kölner Erklärung der BbSD – wird eine höhere Aus­gleichs­ab­gabe für Unter­neh­men gefordert, die ihre Be­schäf­ti­gungs­pflicht für Menschen mit Be­hin­de­rung nicht erfüllen.

Für den Herbst plant die Bun­des­re­gie­rung eine Reform der Rechts­grund­lage der Schwer­behin­derten­ver­tre­tung. Und die gemeinsame Erklärung ist zumindest deutlich formuliert. Dass der DGB sprachlich patzt und in seiner Meldung „Behinderte“ schreibt, kann nur Kopf schüttelnd zur Kennt­nis genommen werden. Auch dass die Erklär­ung kein Datum trägt, zeigt, dass profes­sionel­le Öffent­lich­keits­arbeit ein hartes Brot ist. Aber immerhin: Die Erklärung ist ein Fortschritt.

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Schwerbehindertenvertretungen haben BbSD nicht verdient

Keine Frage, die betrieblichen Schwerbehindertenvertretungen (SbV) sind wichtig. Sie müssen unterstützt und gestärkt werden. Aber noch mehr Hilfe braucht ihre Arbeitsgemeinschaft. Die ist ein eingetragener Verein mit dem sperrigen Titel „Bundesarbeitsgemeinschaft der betrieblichen Schwer­behin­derten­vertretungen in Deutschland e.V. (BbSD)“. Leider erscheint die BbSD in ihrem Auftreten unbeholfen. Das beginnt schon mit ihrem Internetangebot bbsdev.de. Das ist hoffnungslos veraltet und noch nicht einmal barrierefrei. Vor allem hat die Bundes-AG ein sprachliches Problem: Sie kann ihre Ziele und Forderungen nicht formulieren.
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